inside a mud Der erste mud - the land- existierte von 1979 bis 1980. Er wurde von Roy Trubshaw und Richard Bartle,

damalige Studenten der Uni Essex, England, geschaffen. Er war eine Multi-user-Märchenwelt, Tolkiens Herr der Ringe nachgebildet. In muds können die Teilnehmer über eine Reihe öffentlicher und privater Kanäle miteinander kommunizieren. Sie können einander private e-mails schicken, sich an den verschiedenen Orten im mud zu persönlichen Plauderstunden treffen, wie auch zu persönlichen Telefongesprächen. In den muds gibt es eine sehr nützliche Art der körperlosen Körpersprache. Die Bewohner können mit anderen in dem selben Raum sprechen, flüstern oder posieren. Bei muds ist es sehr wichtig, wer gleichzeitig am selben Ort ist und wie die Interaktion zwischen diesen Leuten abläuft. Mud-Teilnehmer sind in der Lage Objekte mit magischen Kräften zu erfinden und einzusetzen. Andere können diese Objekte kaufen oder stehlen. Aber nur, nachdem sie genügend Wissen über den mud angesammelt haben, seine weltschöpfende Sprache ausreichend beherrschen und einige Herausforderungen gemeistert haben. Sie müssen nach bestimmten Positionen streben und Feuerproben bestehen. In einigen mud-Welten besteht die einzige Möglichkeit, die Geheimnisse zu ergründen, die ausserordentliche Kräfte verleihen, darin, einen Mord zu begehen oder einen Fluch auszusprechen. Die Traditionellen Abenteuer-muds haben alle eine Spielstruktur, die eine Anzahl von Erfahrungspunkten fordert, wenn ein Spieler mit mehr Macht und Prestige ausgestattet werden möchte.
Änderungen an der mud-Software waren die Grundlage für andere Interaktionsstile. Sie zogen Menschen mit anderen Persönlichkeitsmerkmalen an und förderten die ethische Seite der Gemeinschaft zutage. Muds haben sich in zwei Lager gespalten. In die "sozialen" und in die "Abenteuer"- muds. Bei beiden ist das Ziel eines jeden Neulings die Kraft zu erwerben, die Umgebung zu verändern, in der das Spiel stattfindet. In dem Genre der sozialen muds können zwar auch hierarchische Merkmale vorkommen, aber es gibt keine vorgegebenen Ziele und Punktesysteme.
Nach dem ausloggen aus einem mud können die anderen Einwohner die Häuser erkunden oder bewohnen, die man gebaut hat, die Städte, die man geplant hat, die Werkzeuge, Spielzeuge oder Waffen benutzen, die man erfunden hat. Wer genügend Zeit in muds verbringt, kann Zauberer (mud-Experte) werden. Diese haben besondere Fähigkeiten erlangt wie z.B. sich unsichtbar zu machen und dadurch den Gesprächen anderer Bewohner heimlich zu lauschen. Die Interaktion zwischen Teilnehmern erfordert ein hohes Maž an Konzentration und Willen zur Fortsetzung. Die Dinge geschehen sehr schnell. Man muss lesen, zuordnen, reagieren, wenn man die Konversation aufrechterhalten will. Im wahren Leben ist es meist einfacher, da zuweilen körperliche Präsenz die geistige überdeckt. Für Frauen ist das Internet sehr interessant, da die virtuellen Gemeinschaften auf Fähigkeiten angewiesen sind, die vielen Frauen eigen sind. Die Fähigkeit zum Kompromiss, das Interesse an der Kooperation und die Lust, etwas mit anderen zu teilen.



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